Pressemitteilung
Wie gelingt die Verkehrswende in kleineren Städten? Tagung „100fach mobil“ präsentiert Ergebnisse am 3. Dezember
Wie schaffen kleinere Städte den Schritt zur Verkehrswende – trotz begrenzter Ressourcen, gewachsener Routinen und einem Alltag, in dem das Auto oft die bequemste Wahl ist? Diese Frage stand im Zentrum des Modellprojekts „100fach mobil“. Zwei Jahre lang hat das Projekt untersucht, wie Menschen in den sächsischen Städten Pirna, Markkleeberg und Frankenberg/Sa. ihren Alltag ohne eigenes Auto gestalten – und was die Kommunen tun können, damit diese Wahl leichter wird. Das Projekt zeigt: Vieles ist möglich, wenn die richtigen Angebote auf gute Beteiligung treffen – und wenn Kommunen gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern genauer hinschauen.
Die Ergebnisse werden am 3. Dezember 2025 erstmals öffentlich vorgestellt: bei einer Tagung im Verkehrsmuseum Dresden, zu der Journalistinnen und Journalisten herzlich eingeladen sind.
Ein Jahr Alltag ohne Auto – und was Städte daraus lernen können
60 Haushalte aus drei sächsischen Städten haben im Projekt ein Jahr lang weitgehend auf ihr eigenes Auto verzichtet und Alternativen wie ÖPNV, Carsharing, Lastenräder oder E-Bikes genutzt – unterstützt durch ein Mobilitätsbudget in Höhe des Deutschlandtickets. In Workshops, Nahmobilitätsbegehungen und Dialogforen tauschten sie ihre Erfahrungen direkt mit den Stadtverwaltungen aus.
Dabei zeigte sich deutlich, wo Mobilität heute scheitert und wo sie bereits gut funktioniert: fehlende sichere Querungen, Lücken in Radverbindungen, unzureichende ÖPNV-Anbindungen oder Taktungen, unklare Wegeführungen oder mangelnde Abstellmöglichkeiten. Gleichzeitig zeigten die Teilnehmenden, wie viel Veränderung möglich ist, wenn Verwaltung, Politik und Bürgerschaft gemeinsam hinschauen und zusammenarbeiten.
Auch Kinder und Jugendliche wurden beteiligt und brachten in Workshops und Schulwegforen konkrete Vorschläge für sichere und attraktive Wege ein – Impulse, die von den Kommunen bereits aufgegriffen wurden.
Tagung: Übertragbare Lösungen für Kommunen
Die Tagung zeigt erstmals die Gesamtergebnisse des Projekts – und damit Ansätze, die auch andere Städte nutzen können: sofort umsetzbare Verbesserungen im Rad- und Fußverkehr, wirksame Beteiligungsprozesse, verständliche Mobilitätsangebote sowie neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Verkehrsakteuren und Bürgerschaft.
Eröffnet wird die Veranstaltung von Dr. Michael Vogt, Direktor des Verkehrsmuseums Dresden. Es folgen ein Projektüberblick und Impulse u. a. von Burkhard Horn, Mobilitäts- und Verkehrsexperte, sowie Stephan Berger, Abteilungsleiter Mobilität im Sächsischen
Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung. Anschließend berichten Vertreter:innen der drei Projektkommunen über ihre Erfahrungen. Mitglieder des Projektbeirats – darunter ADFC, VCD und PRO BAHN – diskutieren die zentralen Erkenntnisse und ihre Bedeutung für die Verkehrswende in kleineren Städten. In Workshops erarbeiten die Teilnehmenden konkrete Handlungsempfehlungen, die am Ende gemeinsam reflektiert werden.
Programm in Kürze
13:00 Uhr – Eröffnung & Grußwort (Dr. Michael Vogt)
13:10 Uhr – Projektüberblick „100fach mobil“
13:25 Uhr – Impulse u. a. von Burkhard Horn und Stephan Berger
13:50 Uhr – Kurzgespräche
14:00 Uhr – Blitzlichter aus den Projektkommunen & Diskussion mit dem Projektbeirat
14:50 Uhr – Kaffeepause
15:20 Uhr – Workshops: Handlungsempfehlungen für nachhaltige Mobilität
16:20 Uhr – Auswertung & Diskussion
17:00 Uhr – Ende der Tagung
Relevanz für Medien
Die Tagung bietet Journalist:innen die Möglichkeit,
- Haushalte zu sprechen, die ein Jahr lang weitgehend ohne eigenes Auto gelebt haben,
- Einblicke in ein praxisnahes Mobilitätsexperiment mit hoher Übertragbarkeit zu erhalten,
- konkrete kommunale Veränderungsprozesse kennenzulernen,
- Vertreter:innen aus Kommunalverwaltung, Politik und Zivilgesellschaft direkt zu befragen.
Anmeldung und Teilnahme
Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung wird bis 25. November 2025 gebeten:
https://post.civinews.de/civicrm/event/info?reset=1&id=502&noFullMsg=true
Veranstaltungsort ist das Verkehrsmuseum Dresden, Augustusstraße 1, 01067 Dresden
(Gute ÖPNV-Anbindung über Straßenbahnlinien 1/2/4, 3/4/7/9, 12/44 sowie Buslinie 62.)
Über das Projekt
„100fach mobil“ ist ein Modellprojekt des Landesverbands Nachhaltiges Sachsen e. V., gefördert von der Initiative Mobilitätskultur (Chrysantil Stiftung & PHINEO gAG), der ADAC Stiftung und den Elektrizitätswerken Schönau. Die Tagung findet in Kooperation mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt statt.
Kontakt für Rückfragen:
Stephanie Scholz & Kaya Schwab
E-Mai: 100fachmobil@nachhaltiges-sachsen.de
Förderhinweis:
Die Tagung findet in Kooperation mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt statt.
Die Finanzierung des Projekts erfolgt durch die Initiative Mobilitätskultur von der Chrysantil Stiftung und der PHINEO gAG.
Die Finanzierung des Projekts erfolgt anteilig durch die ADAC Stiftung.
Die Finanzierung des Teilprojekts „Verkehrslabor: Verkehrswende in kleinen Städten erleben und mitgestalten!“ erfolgt durch die Sonnencent-Förderung der EWS Elektrizitätswerke Schönau.




