Rückblick auf Vernetzungsforum #2 – Gemeinsam stärker sein
Wie Zusammenarbeit in Königstein und der Sächsischen Schweiz gelingen kann
Kooperation statt Konkurrenz. Unter diesem Motto kamen am 11. Juni Engagierte aus Initiativen, Vereinen, Verwaltung und Politik in den Königsteiner Lichtspielen zusammen. Das zweite Vernetzungsforum der Mitmachstadt Königstein knüpfte an das erste Forum „Orte, die verbinden“ an und stellte diesmal die Frage in den Mittelpunkt, wie Zusammenarbeit im ländlichen Raum konkret gelingen kann.
Vier Impulse, vier Perspektiven auf Kooperation
Nach dem Kennenlernen gaben vier Impulse Einblicke in ganz unterschiedliche Kooperationserfahrungen. Johannes Dietrich (weltbewusst e.V.) stellte das Format „Losgewandert!“ vor, bei dem Wanderungen zu Begegnungsorten der Region führen. Sein Fazit: Einfach machen und ausprobieren statt lange zögern. Denn Ideen entstehen im gemeinsamen Miteinander, und ein größeres Netzwerk macht alle Beteiligten widerstandsfähiger.
Wie viel in einer kleinen Kommune möglich ist, zeigten Bürgermeisterin Stephanie Rikl und Cäcilia Schreiber vom Vereinshaus Ostritz. In der 2.300-Einwohner:innen-Stadt tragen Verwaltung und Zivilgesellschaft gemeinsam Projekte wie das Ostritzer Friedensfest, den Erhalt des Mewa-Freibades oder eine aktive Flüchtlingshilfe. Das Vereinshaus bietet dabei die Dachstruktur, unter der Ideen umgesetzt werden können, auch von Initiativen ohne eigene Rechtsform.
Mikuláš Černík von der Wohnungsgenossenschaft Racek aus Děčín berichtete, wie gute nachbarschaftliche Beziehungen Resilienz von unten wachsen lassen, unter anderem durch regelmäßige Nachbarschaftsfeste und das Programm „Ein Jahr an der Grenze„, das die deutsch-tschechische Nachbarschaft in der Grenzregion stärkt.
Franz Knoppe vom Sächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt gab schließlich Einblicke in die Weiterentwicklung des Programms „Orte der Demokratie“ hin zu Orten des Gemeinwesens, mit dem stabile Begegnungsorte und themenzentrierte Netzwerke gefördert werden sollen.
Eigene Themen vertiefen im Open Space
Im anschließenden Open Space vertieften die Teilnehmenden eigene Themen in Kleingruppen. Diskutiert wurde unter anderem zur Würdigung von 70 Jahren Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz, zur räumlichen Zukunft der Werkstatt 26 in Königstein, zu gelingendem Veranstaltungsmanagement, zu Männerarbeit in der Region und zu mobiler Jugendarbeit. Aus mehreren Gruppen sind konkrete nächste Schritte hervorgegangen, die nun weiterverfolgt werden.
Ausklang mit Tanz und Gesprächen
Beim informellen Ausklang mit gemeinsamem Essen berührte die Tanzperformance „In der Mitte – mittendrin.“ des Kollektivs Heymannbaude (Leitung Helena Fernandino) und lud ein, die Gespräche des Tages ausklingen zu lassen.
Wir danken allen Teilnehmenden und Mitwirkenden für den offenen Austausch. Das Vernetzungsforum #2 fand in Kooperation mit weltbewusst e.V. im Rahmen des Projekts Mitmachstadt Königstein statt.
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