Ressourcenschutz und Abfallvermeidung


Wie werden Ressourcenschutz und Abfallvermeidung alltagstauglich? Wir unterstützen Initiativen zum Reparieren, Leihen, Tauschen und Wiederverwenden in der (Weiter-)Entwicklung ihrer Angebote und setzen Impulse für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft.


In unserem Projekt rücken wir vielfältige Lösungsansätze zur Ressourcenschonung und Abfallvermeidung in den Fokus und möchten insbesondere zur Stärkung lokaler zivilgesellschaftlicher Initiativen beitragen. Damit zahlt das Projekt auf die Ziele des Freistaats Sachsen im Sinne der Kreislaufwirtschaft ein. Wir setzen auf sparsame und effiziente Ressourcennutzung inklusive der Verlängerung der Lebensdauer von Produkten und Dingen.

Besonders zivilgesellschaftliche Ideen und Vorhaben stehen dabei im Mittelpunkt. Dazu gehören diverse Initiativen und Ideen, wie etwa Reparaturcafés, Verschenkeläden und -regale, Materialsammlungen, Unverpacktläden, Lebensmittel-Rettungs-Initiativen sowie Bildungsprojekte. Auch wenn diese nur zu einem geringeren Teil zur direkten Abfallvermeidung beitragen, können sie verschiedene soziale Gruppen erreichen und so eine breite Ausstrahlungswirkung in die Gesellschaft entfalten. Daher ist dieses zivilgesellschaftliche Engagement in unseren Augen essenziell für eine effektive Ressourcenschonung.

Zivilgesellschaftliche Akteur:innen im Bereich Abfallvermeidung und Ressourcenschutz stehen jedoch vor diversen Herausforderungen. Besonders erschweren eine fehlende finanzielle Sicherheit, begrenzte Kapazitäten von ehrenamtlichen Mitarbeitenden, geringe Sichtbarkeit und Reichweite die Arbeit.

Gleichzeitig existieren die bereits entstandenen Initiativen zumeist in den drei großen kreisfreien Städten in Sachsen. Gründe hierfür sind insbesondere eingeschränkte Handlungsmöglichkeiten durch ortsgebundene Bedingungen im ländlichen Raum, wie ein Mangel an Vernetzungsmöglichkeiten interessierter Menschen und die daraus entstehende fehlende Struktur einer zivilgesellschaftlichen Initiativgestaltung.

Daher ist es notwendig, neue Lösungen zu entwickeln, die auf die Bedingungen von Klein- und Mittelstädten sowie Landgemeinden ausgerichtet sind.

Projektteam

Anja Scherber


Sophie Roßkothen


+49 176 559 659 01

Projektziele

Aufbau eine “ReMap” in Sachsen

Die „ReMap Sachsen“ (remap-sachsen.de) ist eine interaktive Karte, die bestehende Initiativen, Veranstaltungen und Angebote im Bereich der Kreislaufwirtschaft und Abfallvermeidung darstellt. Dadurch wird die Sichtbarkeit von zivilgesellschaftlichen Bemühungen vergrößert und neue Akteur:innen werden zum Handeln angeregt.

Transfer guter Beispiele

Wir möchten den Transfer von guten Praxisbeispielen und den Erfahrungen von Aktiven durch Vernetzung und Erfahrungsaustausch fördern. Dafür setzen wir auf:

  • die Ausarbeitung guter Praxisbeispiele, die repräsentativ sind für Sachsen
  • die Entwicklung von Handlungsempfehlungen zum Erfahrungsaustausch durch Gespräche mit Initiativen
  • die Organisation von lokalen Veranstaltungen zur Vorstellung dieser Beispiele mit dem Ziel der Vernetzung und Unterstützung neuer Initiativen

Unterstützung und Verstetigung neuer Initiativen

Wir möchten durch Ansprache, Aktivierung und Zusammenführung interessierter Menschen in Klein- und Mittelstädten neue Initiativen initiieren und dabei ortsangepasste Lösungen durch die Adaption bekannter Ansätze entwickeln. Dies bedeutet oft eine Bündelung von Ansätzen, für die es in den großen Städten jeweils einzelne Initiativen gibt (Umsonstladen, Leihladen, Reparaturcafé, Materiallager u.ä.). Dabei fokussieren wir uns auf:

  • Beratung und Coaching von jungen Initiativen und interessierten Menschen, die Lust haben, ein Projekt auf die Beine zustellen
  • Exkursionen zu guten Praxisbeispielen
  • Organisation einer Netzwerktagung im Bereich der Abfallvermeidung zum Erfahrungsaustausch

Im Aufbau: Die “ReMap Sachsen


Förderhinweis:

Das Projekt wird finanziert durch Steuermittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes. Die Förderung erfolgt durch das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL).