100fach bewegt
Neues Projekt mit neuer Kollegin
Nach zwei Jahren 100fach mobil geht es weiter: Im Juli 2026 startet unser Nachfolgeprojekt 100fach bewegt – Mobilität gemeinsam gestalten in sächsischen Klein- und Mittelstädten. Neu ist nicht nur das Konzept, sondern auch die Besetzung – Tabea Seeßelberg verstärkt ab sofort unser Team im LVNS und begleitet die Arbeit vor Ort.
In sächsischen Klein- und Mittelstädten dominiert das Auto den Alltag – oft nicht aus Überzeugung, sondern weil Alternativen fehlen oder umständlich sind. Wer den Bus nur vom Hörensagen kennt, hat wenig Anlass, ihn auszuprobieren. Und wer den Eindruck hat, dass die eigene Stimme in der Stadtentwicklung ohnehin nicht zählt, bringt sich nicht ein. Genau hier setzt „100fach bewegt“ an.

Ausprobieren, mitreden, umsetzen
Bis Dezember 2027 bauen wir in drei sächsischen Klein- und Mittelstädten jeweils einen kommunalen Mobilitätsstammtisch auf. Rund 25 Haushalte pro Stadt arbeiten dabei über ein Jahr gemeinsam mit ihrer Stadtverwaltung. Zum Auftakt erprobt jede Gruppe vier Wochen lang das „Autofasten“, unterstützt durch ein Mobilitätsbudget. Aus diesen Erfahrungen leitet die Gruppe ab, was sie in ihrer Stadt konkret anstoßen will – und setzt es mit einem Bürgerbudget selbst um. Die drei Partnerkommunen werden derzeit ausgewählt.
Damit verschieben wir den Fokus gegenüber „100fach mobil“: weg vom individuellen Mobilitätsverhalten, hin zum Gruppenprozess zwischen Bürger:innen und Kommune. Denn im Vorgängerprojekt hat sich dort am meisten bewegt, wo Teilnehmende und Verwaltung miteinander ins Gespräch kamen. Der Verzicht aufs Auto war der Einstieg, der gemeinsame Blick auf die Stadt das eigentliche Ergebnis.
Vernetzung über Sachsen hinaus
Eine zweite, gleichberechtigte Säule ist die Vernetzung: Gemeinsam mit unseren Partnervereinen Netzwerk Zukunft Sachsen-Anhalt e.V. und Zukunftsfähiges Thüringen e.V. bringen wir Mobilitätsinitiativen und Verwaltungsmitarbeitende aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zusammen – als Grundstein für ein Netzwerk Verkehrswende Ost.
Förderhinweis
Die Finanzierung des Projekts erfolgt durch die Initiative Mobilitätskultur der Chrysantil Stiftung und der PHINEO gAG.

