Die Anker sind ausgeworfen!
Rückblick auf unsere Ankerwerkstatt – und den Start von sechs starken Ankerpunkten im ländlichen Osten
Ende Januar trafen sich in Erfurt Vertreter:innen aus neun Organisationen zu unserer Ankerwerkstatt. Damit startete die nächste Phase unseres Projekts „Ankerpunkte Ost“. In anderthalb intensiven Tagen wurde schnell klar, worauf es in den kommenden Monaten ankommt: Sechs zivilgesellschaftliche Organisationen in Thüringen und Sachsen bauen tragfähige Anlaufstellen für Engagement, Begegnung und Kooperation in ihren Regionen auf.
Impulse für starke Engagementstrukturen
Im Mittelpunkt der Werkstatt standen praxisnahe Einblicke in Engagementstrukturen und Fundraising. Gleichzeitig tauschten sich die Teilnehmenden über konkrete Herangehensweisen und bewährte Beispiele aus ihren Regionen aus. So lernten sie voneinander, teilten Erfahrungen und entwickelten neue Perspektiven für ihre Arbeit als Ankerpunkte. Auch der Geschäftsführer der Barthel Stiftung war vor Ort und brachte zusätzliche Impulse in die Gespräche ein.
Ein zentraler Schwerpunkt war die Frage, wie Organisationen tragfähige Strukturen für zivilgesellschaftliches Engagement aufbauen und langfristig stärken können. Dabei lernten die Teilnehmenden unter anderem die Thüringer Ehrenamtsstiftung kennen. Sie fördert und unterstützt Engagement im Freistaat Thüringen gezielt und nachhaltig. Außerdem gab die Erfurter EngagementAgentur (ERNA) Einblicke in ihre Arbeit als zentrale Anlaufstelle für Engagement in der Stadt. Die ERNA ist ein Projekt der BürgerStiftung Erfurt.
Ein weiteres Highlight war das Format „Spendenparlament“. Es ermöglicht, Spenden für soziale, ökologische und zivilgesellschaftliche Projekte zu sammeln und die Spender:innen demokratisch über deren Verwendung entscheiden zu lassen. Einige der beteiligten Ankerpunkte planen, dieses Modell in ihren Regionen umzusetzen. Der Ankerpunkt Goals Connect setzt das Spendenparlament bereits erfolgreich im Saale-Orla-Kreis um.
Auch Mikroprojektförderungen spielten eine wichtige Rolle. Sie gelten als wirkungsvoller Hebel, um lokales Engagement zu stärken. Unser Projektpartner plattform e.V. teilte dazu seine Erfahrungen. Dabei ging es um schlanke Antragsprozesse, transparente Vergabe und begleitende Öffentlichkeitsarbeit.



Nächste Schritte: Die Ankerpunkte nehmen Kurs auf
Zum Abschluss entwickelten alle Organisationen konkrete Meilensteinpläne für ihre nächsten Schritte. Anschließend stellten sie ihre Ansätze vor und entwickelten sie gemeinsam weiter. So entstanden nicht nur klare Strategien, sondern auch neue Verbindungen und Kooperationen.
Die Ankerwerkstatt hat damit weit mehr geleistet als reine Wissensvermittlung. Sie hat den Grundstein für ein starkes Netzwerk gelegt. Dieses Netzwerk wird in den Regionen langfristig wirksame Strukturen aufbauen.
Beispielhaft zeigen wir hier die Poster der zwei Organisationen, die vom Landesverband Nachhaltiges Sachsen begleitet werden: der weltbewusst e.V. in Königstein sowie das Kompetenzzentrum Gemeinwesenarbeit und Engagement e.V. (KGE) in Aue Bad-Schlema.


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Förderhinweis:
Die Finanzierung des Projekts erfolgt durch die Barthel Stiftung.




